Anzeichen und die Folgen einer
Linsenluxation
Die Symptome einer
Linsenluxation können im Anfangsstadium sehr diskret und unauffällig sein. Häufig
kommt es zu einem leichten Tränenfluss, der Hund blinzelt oder kneift das Auge
zu. Das Auge kann leicht gerötet erscheinen. Die normalerweise durchsichtige
Hornhaut kann ein getrübtes, milchiges Aussehen annehmen. Diese akuten
Beschwerden können in einigen Fällen nach ein paar Tagen zurückgehen und das
Auge erscheint dem Besitzer wieder normal. Aus diesem Grund wird die
Linsenluxation auch häufig falsch eingeschätzt. Das Auge reagiert auf eine
Linsenluxation relativ schnell mit einer Erhöhung des Augeninnendrucks, d.h. es
entsteht ein Glaukom oder auch grüner Star. In diesem Stadium sind die
Anzeichen die der Hund zeigt, auch für den Besitzer recht deutlich ausgeprägt.
Der Augapfel ist vergrößert, kann stark getrübt sein, die normalerweise weiße
Bindehaut ist stark gerötet, die Pupille ist weit und reagiert nicht auf
einfallendes Licht. Das Auge und seine Umgebung sind sehr empfindlich und
schmerzhaft und es kommt zu vermehrtem Tränenfluss. Meist reiben oder wischen
die Hunde mit den Pfoten über das Auge oder sie versuchen den Kopf an Gegenständen
zu reiben. Ein erhöhter Augeninnendruck führt neben den stark ausgeprägten
Kopfschmerzen, nach kurzer Zeit (einige Stunden bis Tage) zur Erblindung des
Auges. Robustere Tiere zeigen oftmals auch sehr verhaltene Schmerzäußerungen
wie z.B. Lustlosigkeit, verminderten Appetit oder Apathie. Der Augeninnendruck
erhöht sich in Folge einer Linsenluxation durch den Vorfall des Glaskörpers,
der sich bei intakter Position der Linse hinter der Linse befindet. Löst sich
die Linse, so kann der Glaskörper in die vorderen Bereiche des Auges gelangen,
dort das Abflusssystem des Auges (sog. Kammerwinkel) verstopfen und somit Abflussstörungen
mit einer Steigerung des Augeninnendrucks verursachen. Das Endstadium einer
Linsenluxation und des darauf folgenden Glaukoms führt immer zu einer starken
Vergrößerung und Erblindung des Auges. In vielen Fällen führen weitere
Komplikationen (z.B. chronische Hornhautgeschwüre) dazu, daß sich das Auge so
stark entzündet und mit Schmerzen für das Tier verbunden ist, dass als
Therapie nur noch die Entfernung des Augapfels in Frage kommt.
Therapie und Prognose
Die Therapie und die Prognose richten sich nach der Ursache, der Dauer der
Erkrankung und der Lage der Linse.
Wie im vorigen Absatz schon beschrieben, steigt, bei einer Luxation der Linse in
die Vorderkammer oder Einklemmung in die Pupillaröffnung häufig der
Augeninnendruck (Glaukom).
Diese Form der Linsenluxation ist ein akuter Notfall und die luxierte Linse muß
schnellstmöglich chirurgisch entfernt werden. Auch nach der erfolgreichen
Entfernung der Linse können eine intraokulare Entzündung und eine Steigerung
des Augeninnendruckes auftreten, die mit einer entsprechenden Therapie behandelt
werden müssen.
Liegt die Linse im Glaskörperraum kann man sie oft nicht mehr entfernen. In
diesen Fällen kann man die Pupille mit entsprechenden Medikamenten eng stellen,
damit die Linse nicht in den vorderen Teil des Auges fällt. Besteht die
Linsenluxation schon längere Zeit und hat sie zu einer Erhöhung des
Augeninnendruckes und anderen Veränderungen geführt, die mit Medikamenten
nicht zu behandeln sind, sollte das Auge entfernt werden.
Im
September 2009 gelang endlich der Durchbruch und das für die Erkrankung
verantwortliche Gen wurde gefunden.
Somit
können wir nun gezielt verpaaren, damit es keine mehr an PLL erkarnkende Hunde
gibt!
Der
Test wird hier in Deutschland von der Fa. Laboklin mittels Backenabstrich
durchgeführt. Die erforderlichen Testkits können dort ebenso erfordert werden.

Wir
geben unsere Welpen nur mit einem gültigem und bereits in der Ahnentafel
eingetragenen PLL-DNA-Test ab!

Die PLL beim Mini ist
eine sehr ernst zu nehmende Erbkrankheit. Die PLL ist operabel, wenn der Ausbruch
der Krankheit rechtzeitig diagnostiziert und behandelt wird.
Die
nachfolgenden genetischen Verpaarungen ergeben:
| Gesund |
+ |
Gesund |
= |
100%
Gesund |
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| Krank |
+ |
Krank |
= |
100%
Krank |
|
|
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| Gesund |
+ |
Krank |
= |
100%
Träger |
|
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| Gesund |
+ |
Träger |
= |
50%
Gesund |
+ |
50%
Träger |
|
|
| Krank |
+ |
Träger |
= |
50%
Krank |
+ |
50%
Träger |
|
|
| Träger |
+ |
Träger |
= |
25%
Gesund |
+ |
50%
Träger |
+
|
25%
Krank |

Wenn
Sie auf den nachfolgenden Button klicken, gelangen Sie auf die Webseite des:
DOK - Dortmunder
Kreis -
Gesellschaft
für Diagnostik genetischbedingter Augenerkrankungen bei Tieren e.V.

Dort
finden Sie auch ein nach Postleitzahlen geordnetes Verzeichnis von Augen-Fachärzten,
die der DOK angehören!

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